| -1792 | Haus der Borbonen |
| 1789 | Revolution
In der Nationalversammlung haben sich als die wichtigsten zwei Parteien gebildet: Die Girondisten: Vertreter des mittleren, gebildeten, am Eigentum festhaltenden, an der freien Wirschaft interessierten Bürgertums und der föderalistisch gesinnten Provinz gegen das Übergewicht der Hauptstadt Die Montagnards (die Bergpartei): radikale Republikander, meist Abgeordnete der Stadt Paris. Die führenden Köpfe: Robespierre, Danton, Marat, Desmoulins. Großen Einfluß hat auch die "Gesellschaft der Verfassungsfreunde", genannt Jakobiner. |
| 1791 | Fluchtversuch Louis XVI.
Der König wird erkannt und nach Paris zurückgeführt. Frankreich wird zur konstitutionellen Monarchie. |
| 1792 | Septembermorde, allgemeines Wahlrecht, Abschaffung des Königtums
Danton veranlasst Massenverhaftungen und ein Blutbad in den Gefängnissen: 1600 Personen werden getöten, davon rund 300 Priester, die den Eid auf die Verfassung verweigert haben. Der Nationalkonvent beschließt die Abschaffung des Königtums und die Einführung der neuen republikanischen Zeitrechnung. |
| 1792-1797 |
1.Koalitionskrieg
Frankreich erklärt Österreich den Krieg und steht darauf einer Koalition von Österreich und Preußen gegenüber. |
| 1792-1795 | Erste Republik |
| 1793 | Hinrichtung Louis XVI |
| 1793 | Wohlfahrtsausschuss
Der Wohlfahrtsausschuss wird als neungliedriges Exekutivorgan des Nationalkonvents geschaffen. Danton übernimmt den Vorsitz. Die Radikalen erzwingen die Verhaftung der bis dahin herrschenden Girondisten. Robespierre übernimmt den Vorsitz des Wohlfahrtsausschusses, der ein Jahr lang seine berüchtigte Diktatur ausübt. Allgemeine Wehrpflicht wird eingeführt Das Maximum-Gesetz reguliert die Lebensmittelpreise und führt eine Anzeigepflicht für Vorräte ein. Hinrichtung von Marie Antoinette und vielen Girondisten. |
| 1794 | Absetzung Robespierres
Danton wird verhaftet und hingerichtet Durch ein neues Terrorgesetz wird die Verhängung der Todesstrafe ganz in die Willkür des Revolutionstribunals gestellt. Sturz und Hinrichtung Robespierres |
| 1794-1795 | Eroberung Hollands |
| 1795 | Friede von Basel
zwischen Frankreich und Preußen. Frankreich bleibt im Besitz des linken Rheinufers. Preußen zieht seine Truppen aus Frankreich zurück. Österreich ist nun der alleinige Gegner. |
| 1795-1799 | Regierung des Directoire |
| 1796 | Sieg der Österreicher in Süddeutschland, Niederlage der Österreicher in Italien gegen Bonaparte |
| 1798 | Besetzung Roms
Der Papst wird als Gefangener nach Frankreich geführt . |
| 1798-99 | Kreig gegen Ägypten |
| 1799-1802 | 2. Koalitionskrieg
Gegner sind England, Rußland, Österreich, Portugal, Neapel und die Türkei. Preußen bleibt neutral. |
| 1799 | Staatsstreich Napoleon Bonapartes |
| 1799-1804 | Consulate |
| 1802 | Napoleon wird Konsul auf Lebenszeit
Code civil |
| 1804-1814 | Zeitalter Napoleons |
| 1804 | Napoleon Bonaparte krönt sich zum Kaiser der Franzosen |
| 1805 | Napoleon wird auch König von Italien |
| 1805 | 3. Koalitionskrieg
Gegner sind England, Rußland, Österreich und Schweden. |
| 1806 | Kaiser Franz der II von Österreich legt auf ein Ultimatum Napoleons hin die römisch-deutsche Kaiserwürde nieder. Dies bedeutet das Ende des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation |
| 1806-1807 | Krieg Frankreichs gegen Preußen und Rußland, Preußen muß seine Besitzungen westlich der Elbe abtreten. Portugal und Spanien werden von den Franzosen besetzt. |
| 1809 | Krieg Österreichs gegen Frankreich |
| 1811 | Napoleon auf dem Gipfel seiner Macht |
| 1812 | Krieg gegen Rußland |
| 1813 | Koalitionskrieg gegen Frankreich, gegen Napoleon stehen Rußland, Preußen, England, Bayern und Österreich |
| 1814 | Napoleon muß die Krone ablegen und erhält die Insel Elba als Fürstentum, Rückkehr der Bourbonen nach Frankreich |
| 1815 | Landung Napoleons in Frankreich: Herrschaft der hundert Tage. Rückkehr Louis XVIII. Napoleon wird auch die Insel St.Helena verbannt |
| 1814-1815 | Wiener Kongress: Wiederherstellung des europäischen Staatensystems |
| 1814-1830 | Haus der Borbonen |
| 1814-1824 | Louis XVIII |
| 1814 | Charte constitutionelle: Begründung einer Pairs-und eier Deputiertenkammer mit Steuerbewilligungsrecht, aber ohne Gesetzgebungsinitiative.
Die Charte wird Grundlage des parlamentarischen Lebens und der Parteibildung in Frankreich. |
| 1816-1820 | Mehrheit der Konstitutionellen (gemäßigte Royalisten) |
| 1820 | Ermordung des Herzogs von Berry (Neffe des Königs und einziger
Stammhalter der Dynastie)
Dies führt zu Ausnahmegesetz und Wiederanstieg der ultraroyalistischen Stimmen. |
| 1824-1830 | Charles X |
| 1824 | Beginn der Eroberung Algeriens |
| 1830 | Neuwahlen bringen den Gegnern der Regierung die Mehrheit.
Daraufhin erläßt der König drei Ordonnanzen zur Aufhebung der Pressefreiheit und zur Änderung des Wahlrechts. Dies führt zur |
| 1830 | Julirevolution
an ihrer Spitze steht der Leiter des "National" Adolphe Tiers. Charles X. und mit ihm die ältere Linie der Bourbonen dankt ab. Die Kammer wählt Herzog Louis-Philippe von Orléans zum "König der Franzosen" (Bürgerkönig). |
| 1830-1848 | Haus der Orléans |
| 1830-1848 | Louis-Philippe
Während seiner Herrschaft entsteht ein Privilegiensystem zugunsten der bürgerlichen Schichten, das Alexis de Toqueville mit den folgenden Worten beschreibt: "1830 war der Sieg der Mittelklasse endgültig und so vollständig, dass die gesamte politische Macht, alle Immunitäten, alle Vorrechte, alle Regierungsgewalten wie eingepfercht waren in dem engen Raum dieser einzigen Klasse, die alles, was unter ihr war, von Rechts wegen und alles, was über sie hinausragte, tatsächlich ausschloss. So wurde sie nicht nur zur alleinigen Beherrscherin der Gesellschaft, sondern man kann sagen, dass sie diese in Pacht nahm. Sie drang in alle Ämter ein, vermehrte deren Zahl ins Ungemessene und gewöhnte sie daren, fast ebensosehr von öffentlichen Geldern wie vom eigenen Gewerbefleiß zu leben." (ziterit nach Alexis de Toqueville, Erinnerungen, Koehler Verlag Stuttart, 1954, aus dem Französichen von Dirk Forster) |
| 1848 | Februarrevolution
Studenten- und Arbeiterdemonstrationen. Die Entlassung der Regierung bringt keine Beruhigung: Die Massen stürmen das Palais-Royal und erzwingen die Abdankung des Königs Louis-Philippe und die Ausrufung der Republik. Das Recht auf Arbeit wird garantiert. Zur Durchführung werden staatliche Genossenschaftswerkstätten (ateliers nationaux) eingerichtet. Die sogenannte Luxembourg Kommission wird eingerichtet, L. Blanc wird ihr Präsident. Das allgemeine und gleiche Wahlrecht wird verkündet. Im April 1848 wählen die Franzosen in allgemeinem und gleichem Wahlrecht für Männer die Konstituierende Versammlung. Hier haben gemäßigte und konservative Abgeordnete die Mehrheit. Die Luxembourg Kommission und die Genossenschaftswerkstätten werden aufgelöst. Dies führt zu einem Arbeiteraufstand, der in blutigen Straßenkämpfen mit 4000 - 5000 Toten niedergeworfen wird. Das neue politische System ist extrem demokratisch. Der Präsident der neuen Repulik und die Nationalversammlung sollen nach allgemeinem und gleichem Wahlrecht für Männer gewählt werden. Als erster Präsident wir Prinz Louis Napoleons (der Neffe Napoleons) auf vier Jahre zum Präsidenten gewählt. Im Mai 1849 wird die neue Nationalversammlung gewählt. Die Sozialisten und die Monarchisten machen entschiedene Gewinne. |
| 1848-1852 | Zweite Republik |
| 1851 | Staatsstreich Louis Napoleons.
Er läßt die angesehensten Mitglieder der Nationalversammlung verhaften, fordert Volksabstimmung. Er wird zum Präsidenten auf 10 Jahre gewählt. |
| 1852 | Neue monarchistische Verfassung. Aufgrund eines Senatsbeschlusses und einer dritten Volksabstimmung besteigt er als Napoleon III, Kaiser der Franzosen, den Thron und wird bald von allen Mächten anerkannt. |